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Thinkings classrooms in mathematics-Das Denkende Klassenzimmer am PGM

Thinkings classrooms in mathematics-Das Denkende Klassenzimmer am PGM

„Nachdenken ist eine notwendige Vorstufe des Lernens – und wenn Schülerinnen und Schüler nicht nachdenken, lernen sie auch nicht.“ Dieser Gedanke des Mathematikdidaktikers Peter Liljedahl steht im Zentrum des sogenannten Thinking Classrooms, auf Deutsch: des Denkenden Klassenzimmers.

Am PGM hält diese Methode nun verstärkt Einzug in den Mathematikunterricht. Eingeführt wurde sie von unserer Lehrkraft Herrn Sebastian Berg, der sich intensiv mit dem Konzept auseinandergesetzt hat und auf diesem Gebiet besondere Expertise mitbringt. Seine Erfahrungen teilt er gerne mit Kolleginnen und Kollegen, sodass aus einer starken methodischen Einzelinitiative ein Impuls für die Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts am PGM entsteht.

Gerade an seiner Arbeit wird sichtbar, dass ein Denkendes Klassenzimmer nicht zufällig entsteht. Die Methode braucht sorgfältige Vorbereitung, geeignete Aufgaben, klare Strukturen und ein gutes Gespür dafür, wann Unterstützung notwendig ist – und wann es sinnvoller ist, den Lernenden bewusst Raum für eigene Lösungswege zu geben. Die Rolle der Lehrkraft verändert sich dadurch: Sie begleitet, beobachtet, setzt gezielte Impulse und schafft die Rahmenbedingungen, in denen eigenständiges mathematisches Denken möglich wird.

„Mir geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler Mathematik nicht nur nachvollziehen, sondern wirklich durchdenken. Wenn sie selbst Wege suchen, Fehler entdecken und miteinander über Lösungen sprechen, entsteht ein viel tieferes Verständnis“, beschreibt Herr Berg den Grundgedanken der Methode.

Im Denkenden Klassenzimmer arbeiten die Schülerinnen und Schüler häufig in zufällig zusammengesetzten Dreiergruppen, im Stehen und sichtbar an Whiteboards, Fenstern oder magnetischen Flächen. Dadurch werden Denkwege nachvollziehbar, Fehler schnell korrigierbar und Lösungsansätze gemeinsam weiterentwickelt. Mathematik wird so weniger zur stillen Einzelarbeit am Platz, sondern zu einem aktiven, kommunikativen und forschenden Prozess.

Das Besondere daran: Fachliches Lernen verbindet sich mit zentralen Zukunftskompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dranzubleiben, wenn Aufgaben unübersichtlich erscheinen, Gedanken verständlich zu erklären, anderen zuzuhören, Lösungswege kritisch zu prüfen und Verantwortung im Team zu übernehmen. Kollaboration, Risikobereitschaft, Durchhaltevermögen und ein konstruktiver Umgang mit Fehlern werden so selbstverständlich Teil des Unterrichts.

Gerade für das PGM bietet dieser Ansatz einen besonderen Mehrwert. Kleine Lerngruppen, geeignete Räume und flexible Arbeitsflächen schaffen gute Voraussetzungen für die Umsetzung. Zugleich passt das Konzept zu unserem pädagogischen Selbstverständnis: Lernen soll nicht passiv aufgenommen, sondern aktiv gestaltet werden – mit Raum für eigene Fragen, Denkwege, Umwege und Entwicklungsschritte.

Nach einem halben Jahr im Denkenden Klassenzimmer beschreiben Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen so:

„Ich habe gelernt, dass Mathe Spaß machen kann.“
„Ich habe gelernt, an mich selbst zu glauben.“
„Ich habe verstanden, was richtige Teamarbeit ist.“
„Ich gebe bei Aufgaben nicht mehr so schnell auf.“
„Fehler sind Helfer.“
„Mathe ist nicht nur stures Alleinarbeiten.“

Diese Rückmeldungen zeigen, worum es im Kern geht: Mathematikunterricht kann ein Raum sein, in dem Schülerinnen und Schüler fachlich lernen und zugleich Selbstvertrauen, Ausdauer und Verantwortung für den eigenen Lernprozess entwickeln. Für das PGM ist der Thinking-Classroom-Ansatz deshalb mehr als eine neue Methode: Er ist ein konkreter Beitrag zu einer Lernkultur, in der Schülerinnen und Schüler aktiv denken, mutig fragen, gemeinsam arbeiten und erleben, dass echte Erkenntnis oft dort beginnt, wo man sich auf eine Herausforderung einlässt.