Fünf Tage Berlin – für unsere beiden 9. Klassen bedeutete das eine Woche voller neuer Eindrücke, spannender Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse. Begleitet von Herrn Büttner, Herrn Berg und Frau Pflomm konnten die Schülerinnen und Schüler die Hauptstadt nicht nur als politischen und historischen Ort kennenlernen, sondern auch als lebendige Großstadt.
Besonders eindrücklich war der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Dort führten ehemalige politische Gefangene durch das frühere Stasi-Gefängnis und erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen. Ihre Berichte machten deutlich, was politische Verfolgung und Haft in der DDR für die Betroffenen bedeuteten. Viele Eindrücke, die im Unterricht oft abstrakt bleiben, wurden hier auf sehr persönliche Weise greifbar.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Deutschen Bundestages. Nach der Besichtigung des Reichstagsgebäudes und der Glaskuppel trafen die Klassen die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori. Sie berichtete von ihrem Arbeitsalltag im Parlament und nahm sich viel Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler. So entstand ein direkter und lebendiger Einblick in politische Arbeit und demokratische Entscheidungsprozesse.
Auch das Jüdische Museum, die Berliner Unterwelten und die Gedenkstätte Berliner Mauer standen auf dem Programm. An diesen Orten konnten die Schülerinnen und Schüler vieles wiedererkennen, was zuvor im Unterricht behandelt worden war. Gleichzeitig entstanden neue Fragen und Perspektiven, die sich im Klassenraum so kaum vermitteln lassen.
Neben dem festen Programm blieb genügend Zeit, Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Die Jugendlichen schlenderten durch verschiedene Stadtviertel, gingen einkaufen und testeten natürlich auch das Berliner Dönerangebot. Gerade diese freien Zeiten boten viele Gelegenheiten, gemeinsam unterwegs zu sein, Verantwortung zu übernehmen und die Stadt aus der eigenen Sicht kennenzulernen.
Nach fünf abwechslungsreichen Tagen ging es zurück nach Mannheim – mit vielen neuen Eindrücken, gemeinsamen Erinnerungen und dem Gefühl, über den eigenen Alltag hinausgeschaut zu haben. Die Schülerinnen und Schüler hatten Berlin nicht nur besucht, sondern als politische, historische und vielfältige Großstadt erlebt und dabei ein Stück der „großen weiten Welt“ kennengelernt.






