Wie Jugendliche auf eine Zukunft vorbereitet werden können, die sich rasant verändert, zeigte ein Workshop-Tag der HOPP Foundation, der in das Fach Glück eingebettet war. Dort, wo es um Selbstwirksamkeit, Stärkenorientierung und gelingende Lebensgestaltung geht, entfalten Methoden der modernen Arbeitswelt eine besondere Wirkung.
Zu Beginn tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Denkweise agiler Teams ein. Durch kurze, dynamische Übungen wurde spürbar, wie wichtig es ist, flexibel zu reagieren, klar zu kommunizieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Jugendlichen erlebten unmittelbar, wie Arbeitsprozesse besser werden, wenn man regelmäßig innehält, reflektiert und anpasst – ein Prinzip, das sie aus dem Glück-Unterricht kennen und nun in einem neuen Kontext anwenden konnten.
Besonders eindrucksvoll war die Arbeit mit der SCRUM-Methode. Die Schülerinnen und Schüler lernten, Aufgaben sichtbar zu machen, Prioritäten zu setzen und Verantwortung im Team zu verteilen. Gerade bei komplexen Vorhaben wurde deutlich, wie entlastend es sein kann, große Aufgaben in kleinere, machbare Schritte zu zerlegen. Diese Struktur hilft nicht nur in Projekten, sondern auch beim eigenen Lernen – und stärkt jene Selbstorganisation, die im Fach Glück regelmäßig geübt wird.
Dabei zeigte sich auch: Teamarbeit klingt zunächst selbstverständlich, ist aber anspruchsvoller, als man oft denkt. Unterschiedliche Stärken, Meinungen, Erfahrungen und Sichtweisen müssen nicht nur nebeneinanderstehen, sondern sinnvoll integriert und bestmöglich genutzt werden. Genau hier helfen Methoden wie SCRUM oder Design Thinking: Sie schaffen klare Rollen, strukturierte Prozesse und Räume, in denen Ideen entwickelt, geprüft, verworfen und verbessert werden können. Eine komplexe Aufgabe gelingt selten allein – gutes Teamwork entsteht jedoch nicht automatisch, sondern muss gelernt und eingeübt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Arbeiten mit Design Thinking. Die Jugendlichen führten Interviews, versetzten sich in die Perspektive anderer und entwickelten kreative Lösungsansätze, die sie anschließend in einfachen Prototypen sichtbar machten. Besonders motivierend war, dass sie diese Methode direkt auf ihr eigenes Projekt „Lernräume gestalten“ im Fach Glück anwenden können. Hier zeigte sich die enge Verbindung zwischen Glück-Unterricht und Innovationsmethoden: Beide fördern Empathie, Kreativität und den Mut, neue Wege zu gehen.
Zukunftskompetenzen lassen sich nicht nur erklären, sondern vor allem erlebbar machen. Die HOPP Foundation hat unseren Schülerinnen und Schülern Werkzeuge an die Hand gegeben, die im Fach Glück einen idealen Platz finden: Sie stärken Selbstorganisation, Teamfähigkeit, Verantwortung und die Bereitschaft, komplexe Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Für unsere Schulgemeinschaft bedeutet dieser Workshop damit weit mehr als einen spannenden Projekttag – er gibt Impulse für eine Lernkultur, in der Offenheit, Zusammenarbeit und Mut zum Ausprobieren selbstverständlich werden.







